Heinrich Goebel - der Erfinder der Glühlampe

   
Bruder des Urgroßvaters
unseres Firmengründers
El.-Ing. Karl Heinrich Goebel,
geb. 05.02.1900
in Ludwigshafen am Rhein
   
Heinrich Goebel wurde am 20.April 1818 in Springe bei Hannover geboren. Nach seiner Schulzeit trat er bei einem Uhrmacher und einem Optiker in die Lehre und erlernte beide Berufe.

In seiner Werkstatt fertigte Heinrich Goebel neben Uhren auch optische Geräte und Quecksilberbarometer an. 1848 wanderte Heinrich Goebel mit seiner Familie nach Amerika aus. Dort angekommen, eröffnete Goebel nach einiger Zeit in New York einen Uhrmacherladen, den er zwanzig Jahre lang betrieb. Heinrich Goebel setzt seine Experimente, eine dauerhafte und ausreichend lichtgebende Glühlampe zu konstruieren, fort. Es gelang ihm, von dem Stück Bambus Fasern in 0,2 mm Stärke herzustellen. Ein weiterer wichtiger Schritt war der Versuch, die Bambusfaser im Vakuum zum Glühen zu bringen. Vertraut mit der Herstellung von Quecksilberbarometern, konnte Goebel die Glasröhren durch Quecksilber luftleer machen. (Die Luftpumpe wurde erst 1865 durch H. Sprengel erfunden).

1854 endlich gelang es Goebel, Glühlampen zu bauen, die als Leuchtmittel verkohlte Bambusfasern enthielten und eine längere Brenndauer erreichten. Diese Lampen waren die ersten, die zu praktischen Beleuchtungszwecken genutzt wurden, wenn auch nur innerhalb Goebels Familie.

Mittlerweile war Goebel durch seine Experimente in finanzielle Schwierigkeiten geraten und fuhr mit einem von Lampen beleuchteten Fernrohr auf einem Pferdegespann durch die Straßen New Yorks. Passanten konnten gegen ein Entgelt so den Sternenhimmel betrachten. Dort eröffnete er ein kleines optisches Geschäft, worin er versuchte eine Glühbirne herzustellen, was er auch in Deutschland mehrmals vergeblich versucht hatte. Es gelang ihm die erste nützliche Glühlampe herzustellen. Leider hatte er sich seine Erfindung weder patentieren lassen noch versucht, sie weiter auszunutzen.

Er war nicht der einzige, der sich mit der "Glühlampe" befasste. Der Erfinder Edison konstruierte seine Glühlampe 1879. Er erfand sie 25 Jahre später als Heinrich Goebel und hatte dadurch die Möglichkeiten sie anders zu entwickeln. Dass Heinrich Goebels Erfindung - anders als bei Edison 25 Jahre später - keinen reißenden Absatz fand und wieder in Vergessenheit geriet, lag nicht zuletzt daran, dass er zum Betrieb der Lampen nur Batteriestrom zur Verfügung hatte, denn der Generator wurde erst 10 Jahre später erfunden.
Im Mai 1885 eröffnete die EDISON ELECTRIC LIGHT COMP. die bis 1894 währende Prozessreihe gegen konkurrierende Hersteller von Glühlampen wegen Patentverletzung. Die jeweils nur kurzen Verfahren endeten mit der vom Kläger beantragten richterlichen Verfügung und zwangen die Beklagten zur Einstellung der Lampenherstellung.

Im Jahre 1893 gelang es Goebel im Prozess gegen die BEACON VACUUM PUMP AND ELECTRIC COMP. den Nachweis seiner Erfindung durch Vorlage einiger seiner Glühlampen aus dem Jahre 1854 glaubhaft zu erbringen. Goebel rekonstruierte vor gerichtlich bestellten Sachverständigen seine seinerzeitigen Werkzeuge und mit diesen seine Lampen von 1859. Es kommt zu Urteilen für und gegen Edison. Doch allein der Goebellampe wurde schließlich Originalität und Priorität zugestanden.
Eine späte Genugtuung für den greisen Forscher!

Quelle: http://www.springe.de/goebel-broschuere.htm und
  http://www.heinrich-goebel-realschule.de/

nach: avacon, Museum für Energiegeschichte(n) /Die Erfindung der Glühlampe, Sammelblatt Nr.6;
Ein deutsches Erfinderschicksal von Dr. Walter Greskey
F: Gisselmann: Heinrich Göbel - Erfinder der ersten brauchbaren elektrischen Kohlefaden-Glühlampe

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